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<< zurück | Post ID # 41490 | 09.09.2026

Oldenburg: Bericht vom Demokratiefestival am 06.09.2026 in Magdeburg

„OMAS in Ost und West, die geben stets ihr Allerbest gegen die rechte Glut mit Herz und auch viel Mut“ (Text: Constanze Wellermann)

Demo und Demokratiefestival am 5. September 2026 in Magdeburg

Am frühen Samstagmorgen haben sich 12 Frauen von / mit den OMAS gegen Rechts mit dem Zug nach Magdeburg aufgemacht, um den Menschen in Sachsen-Anhalt ihre Solidarität zu bekunden vor einer Landtagswahl, die der Af* eine große Mehrheit prognostiziert. Das würde eine Zäsur bedeuten. Anderseits: Ein gutes Viertel der Wähler*innen scheint noch unentschlossen zu sein ….

Sachsen-Anhalt. Weltoffen

Ein Zeichen setzen gegen Hass und Ausgrenzung!

Das Motto wurde an diesem Tag wirklich gelebt auf der Straße, in den Reden, in den Musikevents von zum Teil sehr prominenten Musiker*innen.

Da bis zum Kundgebungsauftakt am Bahnhofsvorplatz die Liedauswahl der Magdeburger OMAS und der Ablauf für uns nicht wirklich transparent waren, begann unser Einsatz beim Aussteigen in Magdeburg auf dem Bahnsteig. „Bella Ciao“ haben wir kraftvoll geschmettert und damit die Aufmerksamkeit der vielen Umherstehenden erreicht. Mit unseren OMA-Westen, OMA-Schildern und Utes Transparent „Nazis den Vogel zeigen“ waren wir auch nicht zu übersehen. Ein schwarzes Paar bat darum, dass sich die Frau in unsere Mitte stellen darf, der Mann hat uns dann mit ihr zusammen gefilmt. Es blieb dann nicht das einzige Handy an diesem Tag, dasvgezückt wurde. Die Reaktionen waren durchweg positiv.

Flashmobmäßig haben wir im Bahnhof, im Einkaufszentrum, an Ampeln unsere Lieder gesungen. Ute hat Gabi als „Choreinsatzleitung“ sehr gut vertreten, und Sabines Unterstützung mit ihrer Melodica war goldwert. Nach einer Stärkung in einem Café, zu dem uns Fred, ein Freund von Susanne, als Fremdenführer freundlicherweise gelotst hatte, ging es zurück zum Bahnhof.

Auf dem Bahnhofsvorplatz haben die vielen anwesenden OMAS aus Ost und West 3 Lieder zusammen gesungen, „Bella Ciao“, „Ja, wir OMAS haben Zähne“, „OMAS in Ost und West“. Nach kurzen Ansprachen führte der Demozug vom Bahnhof zum Domplatz. Die Reden dort waren durchweg prägnant.

Luise Neubauer forderte alle zu radikaler Zuversicht auf. Die brauchen wir – und zudem Ausdauer!

Den Autokorso der Af* haben einige von uns miterlebt, Frau Weidel und Herrn Chrupalla, die auch in der Stadt waren, glücklicherweise nicht.

8000 Menschen sollen am Demozug teilgenommen haben, bis zu 20.000 waren bis zum Abend am Demokratiefestival mit dem bunten Programm dabei. 800 akkredierte Journalist*innen waren vor Ort. Es wurde sehr viel gefilmt und und interviewt, auch wir wurden von Medienvertreter*innen mehrfach nach unserer Meinung gefragt.

Fazit: Unsere Fahrt war super, wir hatten untereinander einen tollen Zusammenhalt, unsere Gesangseinlagen haben positive Resonanz erzeugt und echt Spaß gemacht. Auch die Stimmung im Zug zurück, trotz Müdigkeit, war einfach großartig, optimistisch, zusammenschweißend.

Ernüchterung am Sonntagabend: Auf das Wahlergebnis hatte unser Protest aber leider keine Auswirkung! Jetzt erst recht: Wir geben nicht auf!

Beate

P.S. Die Gruppe hat außerdem von Fred eine Domführung bekommen, vielen Dank

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