# Die Wahlen … und weiter ?
Sicherlich wartet Ihr schon auf das “Wort zum Sonntag …” zum Sonntag, der mit den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin nochmal mehr verändert hat als zuvor die Wahl in Sachsen-Anhalt.
Die CDU ist raus aus dem Landtag. Die CDU. Wir können sie hassen oder lieben, aber es ist immer noch eine DER Parteien, die in der Parteienlandschaft eigentlich nicht “wegzudenken” sind. Jetzt sind sie nicht nur weggedacht, sondern weggewählt.
Es ist keine Zeit für hämisches Grinsen. Es ist auch kein einfacher “Warnschuss” mehr. Es ist Wahnsinn.
Was sich hier zeigt, ist eine Polarisierung. Das Real-Werden dessen, was wir alle schon lange in den “sozialen Medien” erleben: Es gibt nur noch Schwarz und Weiss. Meine Meinung oder keine. Nur noch ENT oder WEDER.
Aber so ist das Leben nicht. So funktioniert auch Demokratie nicht. Demokratie ist Diskurs, Diskussion, Streiten, Versöhnen, Zusammensetzen, Lösungen aus verschiedenen Ansätzen finden. Hier hat niemand genau DIE Lösung, hier ist nicht genau DIE Meinung richtig und sonst keine. Hier geht es um das Aushalten vieler Stimmen, um daraus einen Konsens zu finden, eine Schnittmenge, eine Übereinstimmung, die so vielen Menschen wie möglich gerecht wird.
Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen ist dabei ebenso wichtig wie direkte Erfolge zu feiern.
Das ist weg. Willkommen im Zeitalter der Marktschreier. Willkommen in Zeiten, in denen Freibier und Bratwurst mehr zählen als Klimastrategien.
Es ist auch keine direkte Wiederholung von 1933. 1933 entwickelte sich aus Erfahrungen von Krieg. Notstand. Krise. Sicherlich, es gibt widerliche Parallelen. Aber wir müssten es doch besser wissen. Wir haben auch ganz andere Voraussetzungen. Und trotzdem sind populistische Parolen wieder so “sexy” ?
Das liegt nicht nur an den Fehlern jetziger oder vorheriger Regierungen. Das liegt auch an zu satter Denkweise. An zu viel “Festhalten-Wollen”. An Verleugnung von notwendigem Wandel. An romantischer Sichtweise des “Es soll doch alles wieder so schön werden, …” wie es in Wirklichkeit nie war.
Und natürlich liegt es auch an politischen Fehlern der regierenden Parteien. An weltwirtschaftlichen Bedingungen. An einem “Schleifenlassen” in der Politik, das schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten passiert.
Und trotzdem muss ich etwas schreiben, von dem ich nie gedacht hätte, das ich es JEMALS schreiben würde: Ich finde es gut, dass Kanzler Merz in diesem Moment NICHT zurücktritt. Ja, Ihr dürft “BUH!” rufen. Aber WAS passiert denn, wenn er es täte? Nicht auszumalen. Vielleicht sieht das in ein paar Monaten anders aus – aber JETZT, im Moment der akuten Polarisierung, würde es schlimme Dinge nur beschleunigen.
Überdenkt nach diesen Wahlen bitte alle sehr, sehr gut, wie wir uns jetzt politisch und gesellschaftlich verhalten.
Wir müssen weg von der Polarisierung.
Wir müssen reden, reden, reden. Nicht moralisieren. Aber wieder REDEN. Miteinander, mit allen – auch mit denen, die sich mangels “Alternativen” verirrt haben.
Wir müssen zeigen, dass Demokratie Spass macht. Dass Meinungen erlaubt sind, aber auch ausgehalten werden müssen. Weg von “Auf Rechts eindreschen” und hin zu “Alle noch Erreichbaren einbeziehen” und denen, die meinen, es gäbe kaum noch eine andere Lösung als eine “fäste Föööhrung”, zeigen, dass es auch anders gehen kann.
Und wir müssen weg davon, den Polarisierungen auch noch Raum zu geben, im dem wir sie wiederholen.
Ganz wichtig dabei: Mit Jugendlichen arbeiten, helfen, Gemeinsames erschaffen. Sonst bleiben die “Volksabende” der Rechten das einzige Erlebnis, das ihnen noch angeboten wird. Das darf nicht sein.
Wir haben kein fertiges Rezept – aber alle OMAS haben immer gute Ideen beim gemeinsamen Kochen!
Was immer es wird, was immer wir tun – Aufgeben ist nach wie vor keine Option!
Uns allen alles Gute,
Sandra
OMAS GEGEN RECHTS Bundesweit
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