Gütersloh: Beispiel eines OMA-Strategieworkshops
Mit dem Wachstum unserer Gruppen wachsen natürlich auch die Ansprüche. Also trafen wir uns zu einem Strategie-Workshop. Dieser wird in zwei Teilen stattfinden: Dieser erste Teil hier (Status und Wünsche) und später ein zweiter Teil für die konkrete Umsetzung (Organisations-/Aktionspläne).
Auch für andere Gruppen gern als Vorlage – hier meine Präsentation, die wir beim Workshop verwendet haben:
Und wie hat das nun funktioniert? Der Bericht:
(A) Einstieg
Um zu schauen, wo wir eigentlich “stehen”, hielten wir kurz fest,
1. Was unsere Basis ist: Die OMA Grundsätze, das Positionspapier und unser guter Gruppenumgang.
2. WAS wir alles schon erreicht und geleistet haben – und das ist SO vieles.
“Erreicht?”
Mit Blick auf die letzten Wahlen hat das einen seltsamen “Beigeschmack”. Aber: “Erreicht” dürfen wir nicht messen in “Soundsoviel Menschen weg vom rechten Rand geholt” oder “Soundsoviel Prozent Af* verhindert” – denn das ist für uns nicht messbar. “Erreicht” lässt sich vielmehr messen in allem, was wir miteiander geleistet haben: Wir haben alle gemeinsam eine stabile OMA Gruppe erschaffen, viele mutmachende Aktionen durchgeführt, wir lassen “nicht locker” und stehen nach wie vor auf gegen den Rechtsruck und für Menschlichkeit und Demokratie.
In diesem Sinne haben wir vieles erreicht, das ist spürbar, das ist “messbar” – allein schon an den vielen Beiträge über unser aller Wirken und unsere Aktionen auf unserer Webseite.
3. WIE wir das geleistet haben: Unsere aktuellen Strukturen und Organisation.
Wie sind wir “aufgestellt”, was hat gut funktioniert, was können wir verbessern? Das wurde aber zunächst nur als Überblick und im “Zeitraffer” besprochen, damit es kein “Zeitfresser” wurde. Denn natürlich ist – wie bei allen Gruppen – immer irgendwas verbesserungswürdig. Und um herauszufinden, wohin wir wollen und was wir dafür brauchen, gingen wir direkt über zum Kern des Abends:
(B) Der eigentliche Workshop – mit der “World Café” Methode
Vorbereitung
Bei der World Café Methode werden mehrere Tischgruppen gebildet – das sind die “Kontinente”. Noch wusste niemand, was an welchem Tisch stattfinden würde, alle Teilnehmenden verteilten sich einfach gleichmässig auf die Anzahl der Tischgruppen, so dass wir 4 Tische mit ungefähr gleicher Personenanzahl hatten.
Auf jedem “Kontinent” lag Papier in einer bestimmten Farbe und Stifte. Außerdem natürlich Gummibärchen, denn die “gehen immer” 🙂
Dann wurde jedem Tisch (“Kontinent”) genau EIN Thema zugewiesen. Unsere Themen waren:
- Was will ich hier erreichen ? (Persönliche Ziele)
- Welche Wünsche habe ich an die Gruppe ?
- Welche Aktionen und Projekte sind für uns interessant ?
- Wieviel Zeit & Kraft kann ich einbringen ? (nicht zur Selbstverpflichtung, sondern als Reflektion darüber, dass alle Wünsche auch die Power benötigen, um sie umzusetzen)
Durchführung
Für jede “Runde” waren 10 Minuten Zeit vorgesehen. In diesen 10 Minuten konnte sich jede Tischgruppe über “ihr” Thema austauschen. Auf dem ausliegenden Papier durfte alles festgehalten werden – ohne Formvorschrift, d.h. von persönlichen Anmerkungen bis zu konkreten Zielformulierungen war alles erlaubt.
Nach 10 Minuten wurde reihum getauscht, also Gruppe 1 ging an Tisch 2, Gruppe 2 an Tisch 3 usw., damit der nächste “Kontinent” besucht und das dortige Thema besprochen werden konnte.
Nach wiederum 10 Minuten wurde erneut getauscht usw. – mit unseren 4 Tischen hatten also alle nach 40 Minuten wirklich einmal “ringsum jeden Kontinent” gesehen.
Damit hatten alle Anwesenden dieselbe Chance, etwas zu jedem Thema beizutragen.
Es machte viel Spaß und brachte vor allem etwas “Bewegung” in die Sache 🙂 Und die 10 Minuten pro Thema waren im wesentlichen tatsächlich ausreichend. Bei größeren Gruppen müsste das ggf. angepasst werden.
Zusammenfassung
Es folgte eine kleine Pause für alle, um den “Kopf freizubekommen” 🙂
Dann gingen wir die Ergebnisse der “Themen-Kontinente” durch: Wir gingen die Tischgruppen nacheinander durch. Von jeder Tischgruppe wurde vorgelesen, was sich auf den Papieren zu ihrem Thema am Tisch angesammelt hatte. Diese wurde dann noch einmal in der Gruppe diskutiert und für das Protokol zusammengefasst.
(C) Ergebnisse
Die Ergebnisse wurden erstmal “offen” zusammengefasst, denn nach insgesamt zwei Stunden waren dann doch alle “erledigt” 🙂
Das Prokoll und die Details wurden dann anschliessend an den Mailverteiler der gesamten Gruppe weitergegeben, damit sich alle ein Bild machen können.
Es wird dann einen zweiten Teil des Workshops geben, bei dem es an die konkrete Umsetzung geht (Für die, die auch so einen Workshop planen: Wenn Ihr das alles “in einem Rutsch” machen wollt, nehmt Euch besser gleich einen ganzen Tag Zeit – aber wir empfehlen zwei Teile, so wie hier).
Dankeschön!
Wir bedanken und herzlich bei allen für die Teilnahme und die begeisterte Mitwirkung. Es hat allen – uns auch – sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf den zweiten Teil!
Sandra















