<< zurück | Post ID # 7806 | 10.05.2022

Osnabrück: Literaturspaziergang

Verbrannte Bücher – verbrannte Demokratie
„Literaturspaziergang“ im Stadtteil Dodesheide
Viel Lob gab es für die OMAS GEGEN RECHTS für ihre Organisation und Durchführung der Erinnerungsveranstaltung zum Tag der Bücherverbrennung durch das Nazi-Regime vor 89 Jahren. Der 10. Mai ist dieser historische Tag. Mit Unterstützung von Ralf Siebenand (Musiktheater Lupe) entwickelten die OMAS GEGEN RECHTS ein Gedenken in sechs Stationen. Der „Literatursparziergang“ startete an der Sommerbühne des Gemeinschaftszentrums Lerchenstraße. Es folgten ca. 150 Personen den OMAS über den Haster Weg zum Mahnmal am Rande des sog. „Literatenviertels“ im Stadtteil Dodesheide. Von dort spazierte die Gruppe zu weiteren Stationen im Viertel, an denen unterschiedliche Darbietungen stattfanden. Wichtig war es den OMAS ein Veranstaltungsformat zu finden, dass nicht vorrangig von dem Charakter des Vortraghaltens ausgeht, sondern in angemessener Stimmung die Menschen anrühren sollte. Kleine Einblicke in das literarische Vermächtnis, der von der Bücherverbrennung 1933 betroffenen Schriftsteller, gab es in Form von Zitatkarten, die die OMAS auf dem Spazierweg verteilten. Einer Erinnerung an die Taten der Nazis sind auch die Straßennamen im Viertel mahnend gewidmet. Brecht, Tucholsky, Schneider, Döblin, Feuchtwanger, Mann und Zweig sind nicht nur Namen, sie sind ein Teil der Kultur, die dem NS-Wahnsinn widerstanden und die wir heute noch wertschätzen. Mit der stimmungsvollen Präsentation dieser Zitate wollten die OMAS anregen, über das Gehörte nachzudenken und auch miteinander ins Gespräch zu kommen. Unterstützt wurden die OMAS dabei von dem sanften Klarinettenspiel von Jan Kampmeier. Um Gelegenheit zu einem vertieften Einblick in die Biografien der im Viertel vertretenen Literaten zu geben, haben die OMAS GEGEN RECHTS ein Buch von der Künstlerin Elisabeth Pawils gestalten lassen und den Bewohnerinnen und Bewohnern des Viertels geschenkt. Das Buch „Stadtteilkultur in der Dodesheide“ enthält auch leere Seiten, die für Kommentare und weitere Eintragungen durch die Menschen aus dem Viertel Raum bieten. Es verbleibt zunächst im Tauschbücherschrank im GZ Lerchenstraße und ist somit öffentlich zugängig.
Sehr gelungen war die Veranstaltung schon deshalb, weil sie verschiedene Menschen zusammenbrachte, deren gemeinsames Ziel es ist, sich gegen Faschismus und Nationalsozialismus zu engagieren. Die Veranstaltung vereinte den Künstler D. Witte, den Chor „Roter Akkord“, den Arbeitskreis Johannes Prassek, den Verein Exil, vertreten durch A. Neuhoff, die antifaschistische SKA-Band, die OMAS GEGEN RECHTS und natürlich viele interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung. Zum Abschluss gab es noch afrikanische Köstlichkeiten. Ein fröhliches und gutgelauntes Miteinander bildete den Ausklang dieser Aktion.
Vielen Dank an unsere Kooperationspartner DGB und VVN-BdA und an die Stadt für die finanzielle Unterstützung.
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