<< zurück | Post ID # 31247 | 16.01.2026

OMAS schreiben: Notizen einer OMA aus Lauenburg

Notizen einer Oma gegen Rechts aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg – Betroffenheitslyrik in mehreren Kapiteln

Kapitel 1 Unsere Aktivitäten

Ich gehöre zu den Omas gegen Rechts,
das Grundgesetz ist unser Manifest.

Unermüdlich setzen wir uns für Menschen-, Gleichheits- und Freiheitsrechte ein,
im Kampf gegen den Rechtsextremismus stehen wir zusammen und sind nicht allein.

Schon früh hat uns der Rechtsruck zu Demos auf die Straßen getrieben,
wir haben an Ständen diskutiert, Infos verteilt und Artikel gegen die Etablierung der AF* geschrieben.

Wenn man unsere Aktivitäten im Kreis 2025 Revue passieren lässt,
dann stellt man unumwunden fest,

wir hatten, obwohl verdient, keine Zeit zu ruhn,
es geht um den Erhalt der Demokratie und wir hatten und haben noch viel zu tun.

Das Jahr fing mit Aktionen zum Bundestagswahlkampf an,
unsere Wunschzettelaktionen waren ein toller Erfolg, ich erinnre mich noch gut daran.

Mit dem Oma- Mobil sind Omas mit ihren Autos über die Dörfer gefahren,
um die BürgerInnen über Lautsprecher vor einem AF*-Rechtsextremruck zu warnen.

Ich fand das sehr mutig und war selbst nicht dabei,
die Fahrten waren nicht harmlos, es gab so manche Streiterei.

Ob Beleidigungen wie „alte Schabracken“ oder gar Handgreiflichkeiten,
das konnte den Omas keine Angst bereiten.

Unbeirrt nahmen sie an mehreren Tagen ihre Fahrt auf für die Demokratie,
ich bewundere euren Mut, eure Tatkraft und eure Energie.

Noch im Januar kurz vor den Wahlen, wir kämpften gegen den Rechtsextremismus wie nie,
erforderten überraschende Aktionen von Friedrich Merz und der CDU eine weitere Gegenstrategie.

Wahrscheinlich als zusätzliches Bonbon zum Wahlkampf gedacht,
wurde in den Bundestag ein Entschließungsplan zur Verschärfung der Migrationspolitik eingebracht.

Der Plan entstammt den Vorschlägen von Friedrich Merz, unserem damaligen Bundeskanzler in spe,
er ging durch mit den Stimmen der CDU und der Unterstützung durch die AFnee.

Die Brandmauer, deren Aufrechterhaltung von der CDU garantiert und versprochen,
wurde wegen eines einfachen Beschlusses erstmals im Bundestag durchbrochen.

Ein Aufschrei ging durch die Reihen derer, die auf die Brandmauer vertrauten,
Omas und andere DemokratInnen gingen auf die Straßen und ließen ihren Unmut verlauten.

Friedrich Merz, kein Freund von leisen Tönen,
fing an, die DemonstrantInnen zu diskreditieren und zu verhöhnen.

Als linke Spinner wurden wir aus seiner politischen Vorstellungswelt verbannt,
sein Frust gipfelte in den Worten: „Die haben doch nicht alle Tassen im Schrank“.

Als Gegenstrategie handelten wir Ausgegrenzten nach dem Motto „Lass den Worten Tassen folgen – ich fand das toll,
und schickten an die CDU- Zentrale Tausende von Tassen – mehrere Container voll.

Die „Nicht alle Tassen im Schrank Nummer“ vermochten wir also augenzwinkernd zu überwinden,
die Omas aus dem Kreis konnten aber auch eine Antwort gegen die „Normalisierung des Unsäglichen“ finden.

So entstand eine kreative Brandmauer aus meterweisem Pappkarton,
vor jeder Kreistagssitzung gibt es jetzt eine Brandmaueraktion.

Bunt bemalt mit markanten Sprüchen,
warnt sie öffentlichkeitswirksam vor weiteren Tabubrüchen.

Ihr seht, die Liste der vergangenen Aktionen der Omas in unserem schönen Kreis ist jetzt schon lang,
dabei fing das Jahr doch gerade erst an.

Der Rechtsextremruck trieb uns auch in den kommenden Monaten aus dem Haus,
ob Demos, Präsenztage, Sommer- und Open-Air-Feste, Flohmärkte, Pressegespräche etc. wir ließen keine Gelegenheit aus,

um uns für Menschlichkeit, Vielfalt und Toleranz zu positionieren,
und für den Erhalt unserer Verfassung zu demonstrieren.

Ein besonderes Highlight sind für mich die Omas on Stage mit ihrem Gesang,
sie treffen immer den richtigen Ton mit originellen Texten und gutem Klang.

Alle Organisationen, die sich die Verteidigung der Demokratie auf die Fahne geschrieben haben,
kämpfen gegen den Rechtsextremismus schon seit Jahren.

Bereits Anfang des Jahres wurde uns allen leider klar,
dass der Aufschwung der AFD nicht wirklich zu stoppen war.

Im Bundestag wurde sie zweit stärkste Fraktion mit sie 20 Prozent,
damit endete er nicht, der rechtsextreme Aufwärtstrend.

Neueste Umfragewerte zu den Landtagswahlen zeigen,
dass die Prozente der AF* zurzeit auf 38% (Mecklenburg- Vorpommern) bis zu 40 % (Sachsen- Anhalt) steigen.

Ich hätte nie gedacht, dass diese völkische Partei tatsächlich zur „Volkspartei“ avancieren kann,
und nehme mich im zweiten Kapitel des wachsenden Rechtsextremismus in Deutschland an.

Fortsetzung folgt

Jutta, Teilnehmerin bei den OMAS GEGEN RECHTS aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg

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