Rottenburg: Stolperstein-Spaziergang
Die OMAS GEGEN RECHTS Rottenburg lud zu einem Stolperstein-Spaziergang ein
Am Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus veranstalteten die OMAS GEGEN RECHTS einen Spaziergang zu den Stolpersteinen. Der Einladung folgten knapp 40 Menschen und trafen sich am Abend des 27. Januar am Denkmal für das jüdische Leben in Rottenburg am Metzelplatz. Von dort aus ging die Tour zu den 12 Stolpersteinen im Stadtgebiet. An jeder Station berichtete ein Stadtführer unterstützt von Stadtarchivar eindrücklich und mit Geschichten aus dem Leben dieser Menschen vor und im Nationalsozialismus, deren Verfolgung, Entrechtung und Enteignung, ihren Fluchtgeschichten und ihrer Ermordung. Neben der Rolle von Tätern und Mitläufern wurde auch von Bürgerinnen und Bürgern berichtet, die quasi als „Schutzengel“ versuchten Verfolgten zu helfen oder offen Widerstand leisteten.
Mitglieder der OMAS GEGEN RECHTS reinigten alle Stolpersteine, legten Rosen nieder und zündeten eine Kerze an. Danach hielten alle Teilnehmenden eine Schweigeminute ab und gedachten all den tragischen Schicksalen, die unter dem Unrechtsregime der Nazis ihr Leben verloren oder zu Flucht gezwungen wurden. Zwei der 12 Stolpersteine wurden erst in den letzten Jahren verlegt. Dabei handelt es sich um eine junge Frau und ein Mädchen, die beide aufgrund ihrer Behinderungen 1940 in Grafeneck ermordet wurden und deren Geschichte erst sehr spät aufgearbeitet wurde.
Zum Abschluss wurde der Zwangsarbeiter des Rottenburger Gefängnisses gedacht, die im Rottenburger Steinbruch unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten und von denen viele zu Tode kamen. Ihre Schicksale werden derzeit von der Stadt und einigen Engagierten aufgearbeitet.
Es waren sich alle einig, nachhaltiges Erinnern ist eine Zukunftsaufgabe und Demokratie braucht unser aller Einsatz.
OMAS GEGEN RECHTS Rottenburg (am Neckar)
Kontakt: omasgegenrechtsrottenburg@gmail.com







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