Osterholz-Scharmbeck: Wanderausstellung „Erinnern heißt kämpfen“
„Erinnern heißt kämpfen „- Zwischen Anerkennung und Vergessen
Am Dienstag, den 10. Februar 2026 , wurde im Rathaus OHZ die Wanderausstellung “ Erinnern heißt kämpfen „-Zwischen Anerkennung und Vergessen , die wir OMAS GEGEN RECHTS-OHZ in die Kreisstadt geholt haben und zusammen mit dem Bündnis für Demokratie OHZ veranstalten, eröffnet.
Rund 50 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um der Todesopfer rechter Gewalt in Niedersachsen seit 1990 zu gedenken und gemeinsam ein Zeichen zu setzen.
Durch den Abend führte Roswitha von den OMAS GEGEN RECHTS-OHZ .
In ihrer Begrüßung machte die stellvertretende Bürgermeisterin, Brigitte Neuner-Krämer deutlich, wie wichtig ihr persönlich diese Ausstellung ist. Ihr Engagement trug sehr dazu bei, dass sie tatsächlich im Rathaus gezeigt werden kann, so, wie wir es uns gewünscht hatten. Eindringlich erinnerte sie daran, dass Erinnern nicht nur ein Blick zurück ist sondern eine Verantwortung für unsere Gegenwart- für eine gerechte Gesellschaft, in der Ausgrenzung, Hass und Hetze keinen Platz haben dürfen.
Sarah Frings vom Bündnis Worpswede gegen Rechts sprach über die Ursachen rechtsextremer Gewalt und die erschreckend hohe Dunkelziffer. Sie machte deutlich, dass Menschen aus vielen Gründen Opfer werden: wegen ihrer Herkunft, ihrer sozialen Lage, ihres Glaubens oder weil sie am Rand der Gesellschaft stehen.
Karin Schimmig von der Mobilen Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus für Demokratie (Wabe e.V.) führte in den Inhalt der Ausstellung ein. Auf 25 großen Roll- Ups erzählen Fotos und Texte die Geschichten von Opfern und die Hintergründe der Taten. Besonders bewegend berichtete sie von Kolong Jamba, einem gambischen Asylbewerber, der 1993 aus rassistischen Motiven in einem Zug erstochen wurde . Lange Zeit blieb ihm Gerechtigkeit verwehrt.
Erst durch den Druck von außen kam es zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens. “ Wir dürfen nicht vergessen und wir müssen kämpfen“, mahnt sie eindringlich.
Der Abend war still, nachdenklich und machte betroffen.
Die Gitarrenmusik von Georg Mikschl und seine aufrüttelnden Texte verlieh der Veranstaltung eine ruhige, würdige und auch tröstliche Atmosphäre. Ein medizinischer Zwischenfall überschattete die
Veranstaltung kurzzeitig, doch dank schneller Hilfe konnte Entwarnung gegeben werden.
Noch bis zum 20. Februar 2026 wird die Ausstellung von Mitgliedern der OMAS GEGEN RECHTS-OHZ und des Bündnisses für Demokratie OHZ zu den Öffnungszeiten im Rathaus begleitet. Die Hoffnung ist groß, dass viele Menschen- besonders auch Schulklassen- kommen, um sich zu informieren und Haltung zu zeigen.
Denn hinter jeder Tafel steht ein Mensch. Ein Leben. Eine Geschichte, die viel zu früh endete.
Und genau deshalb darf Erinnern nicht aufhören!
Bärbel
OMAS GEGEN RECHTSÂ Osterholz-Scharmbeck (OHZ)
Kontakt:Â omasgegenrechts-ohz@outlook.de






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