<< zurück | Post ID # 33100 | 04.03.2026

Iserlohn: „Frauenrechte gestern-heute-morgen“ (ausführlich)

Nachdem es > hier schon eine kurze Info zur Vernissage gab, nun der ausführliche Bericht:

Ausstellung „Frauenrechte gestern-heute-morgen“ in Iserlohn

Die OMAS GEGEN RECHTS Iserlohn mit ihrer Gruppe ‚Starke Frauen‘ stellt zurzeit in der Reformierten Kirche die Ausstellung „Frauenrechte gestern-heute-morgen“ aus, die noch bis zum 07. März 2026 zu besichtigen ist.

Frauenrechte gestern-heute-morgen

Die Gruppe ist politisch unabhängig, aber nicht unpolitisch und versteht sich als „Bewegung von unten“. Anlass für die Ausstellung ist ihr Anliegen, Errungenschaften für Frauen zu benennen und zu erläutern und sich Rückschritten, besonders für Frauen, entgegenzustellen.

Dazu setzten sich 10 OMAS seit dem Sommer 2025 zunächst mit den Frauenrechten seit 1900 auseinander. Die gesammelten Daten umfassten schließlich über 50 Regelungen, die Besucher*innen einer Ausstellung überfordern würden. Der Gruppe war es auch besonders wichtig, nicht nur Informationen über Plakate weiterzugeben, sondern den Austausch über Aktionen und Gespräche zu aktivieren.

So wurden schließlich 13 Jahreszahlen und Ereignisse zum Thema herausgegriffen, die auf Stellwänden näher erläutert wurden und teilweise auf weitere Daten und erkämpfte Rechte verwiesen. Parallel wurde in der Reformierten Kirche ein Zeitstrahl aufgebaut, auf dem diese 13 Jahreszahlen farblich markiert sind. Die Besucher*innen können dort beschriftete Klammern den Jahreszahlen zuordnen und ihre Zuordnung mit einem Lösungsblatt kontrollieren.

 

Die Informationen auf den Stellwänden sind farblich wie auf dem Zahlenstrahl gestaltet, so dass man sich auch gezielt zu einzelnen Themen informieren kann.

An der Vernissage zur Ausstellung am 20. Februar 2026 nahmen über 100 Besucher*innen teil. Die Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk (SPD) und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Iserlohn Patricia da Cruz Santos betonten die Wichtigkeit der erkämpften Rechte und dass diese keineswegs als Selbstverständlichkeit zu betrachten seien. Elif Tanriöver sorgte für die musikalische Begleitung.(6)

Der Zukunftsbaum in der Ausstellung füllt sich mittlerweile mit grünen, gelben und roten Blättern, auf denen die Besucher*innen ihre Forderungen, Visionen und Befürchtungen notieren.(7)

Regelmäßig stehen zu den Öffnungszeiten zwei OMAS aus der Gruppe als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung und es fanden bereits viele interessante Gespräche statt.

Am Samstag, den 28. Februar 2026 wurde im Rahmen der Ausstellung in Vorträgen das Thema „Gewalt gegen Frauen“ noch näher beleuchtet, für das sich über 70 Besucher*innen interessierten.

Anna Müller aus der Gruppe berichtete, dass sich für Frauen seit dem Gehorsamsparagraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch 1900 in Deutschland einiges geändert hat. Trotzdem sind patriarchale Strukturen weiterhin tief in unserer Gesellschaft verankert und die erkämpften Rechte zur Gleichberechtigung werden in der Praxis leider noch nicht immer umgesetzt und das Bewusstsein dafür muss geschärft werden.

Vorträge Gewalt gegen Frauen

Merle Schümann-Basse, Frauenhausleiterin der AWO Hagen / MK, berichtete über das Frauenhaus, in dem Frauen und Kinder betreut werden, die häusliche Gewalt erlebt haben. Auch wenn zurzeit ein neues Frauenhaus mit 12 Apartments für akut Schutzsuchende gebaut wird, fehlen noch viele bitter nötige Erweiterungen auch im Personalschlüssel.

Als weitere Expertin betonte Birgit Reckermann von der Frauenberatungsstelle MK, dass sie als gemeinnütziger Trägerverein „Frauen helfen Frauen“ durch das Land und mit kommunalen Mitteln finanzielle Förderung erhielten, jedoch ein nicht zu unterschätzender Eigenanteil selbst aufgebracht werden müsse. Die aktuelle Studie der Bundesregierung LeSuBiA vom 10.02.2026 zeigt u.a., dass nur unter 10% der Gewaltformen angezeigt werden und der Schweregrad der Gewalterfahrung bei Frauen deutlich höher ist als bei Männern.

Frauenberatungsstelle MK

Alle Beteiligten erwarten die dringend benötigte Umsetzung des 2025 beschlossenen Gewalthilfegesetzes. Dort heißt es, dass zwischen 2027 und 2036 Schutz- und Beratungsangebote ausgebaut werden – und ab 2032 ist ein Frauenhausplatz endlich für Schutzsuchende kostenfrei; des Weiteren gibt es dann einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung.

OMAS GEGEN RECHTS Iserlohn
Kontakt: OmasGegenRechts-nord-Iserlohn@posteo.de

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