Hamburg: Die Ausgegrenzten und die Unerwünschten

So., 25.01.26, 15:00

Eine Veranstaltung des Auschwitz-Komitees zum 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945

Centralkomitee · Steindamm 45 · Hamburg · Mit dem Rollstuhl erreichbar · www.auschwitz-komitee.de · Mit Unterstützung durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Das Unbehagen an der Erinnerungskultur.
Die Ausgegrenzten und die Unerwünschten.
SO 25. JAN´26 15:00 Uhr Centralkomitee

Mit Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Shlica Weiß (angefragt), Sinteza, Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden und Ermordeten, Mitgliedern des Auschwitz-Komitees

Musik: Sascha Nedelko Stielow

Seit 39 Jahren lädt das Auschwitz-Komitee im Januar zu Veranstaltungen ein, um der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zu gedenken. Immer haben Zeitzeugen, die Überlebenden der KZs, gesprochen und immer ging es um Verfolgung, Schmerz, Trauer und die Kontinuitäten im Nachkriegsdeutschland.

Das ist auch das Thema unserer Referentin, Prof. Stefanie Schüler-Springorum. In ihrem Buch „Unerwünscht“ konzentriert sie sich auf jene Frauen, Männer und Kinder, „die ohne ihr Zutun, aufgrund ihrer bloßen Existenz, ihrer Verfügbarkeit, ihres sozial oder sexuell devianten Verhaltens, einer Krankheit oder einer als „rassisch“ definierten Zugehörigkeit verfolgt, versehrt, eingesperrt und ausgebeutet wurden oder ihre geplante Ermordung durch Zufall überlebten: als Juden, Sinti und Roma, als „Erbkranke“ und „Asoziale“, als Zwangsarbeiter und
Homosexuelle“ (Unerwünscht, S. 22).

Die Ressentiments gegen diese vom NS-Regime „Ausgegrenzten“ bestanden nach 1945 weiter. Schüler-Springorum berichtet auf breiter Quellenbasis davon, wie es jüdischen Überlebenden, Sinti und Roma, ehemaligen Zwangsarbeiter und Homosexuellen nach dem Krieg im westlichen Teil Deutschlands erging.

In einem anschließenden Podiumsgespräch werden auch Fragen der Erinnerungskultur und des Unbehagens diskutiert.

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