<< zurück | Post ID # 34935 | 26.05.2026

# BAM – Studie zur „superdiversen“, multinationalen Gesellschaft

Der Titel klingt kompliziert: „BAM – Becoming a Minority“:
https://bamproject.eu/de/

(Die Webseite ist leider noch nicht durchgehend übersetzt, wir empfehlen deepl.com zur Übersetzung oder deren kostenlose Tools, z.B. für Firefox und Edge)

Dahinter steht aber eine ganz lebensnahe Studie:

Es geht um das „Bunte“ in unserer globalen Gesellschaft. Mit dem erstaunlichen (oder auch nicht …) Ergebnis:

Was für einige noch immer exotisch und anders anfühlen mag, ist schon längst gelebte Wirklichkeit.

Das BaM-Projekt befasst sich mit dem Leben von Menschen ohne Migrationshintergrund, die in ethnisch vielfältigen Stadtvierteln leben in denen mittlerweile alle Einwohner einer Minderheit angehören.

Beispiel: In einer Stadt wie Amsterdam hat heute nur jeder dritte Jugendliche unter fünfzehn Jahren, zwei in den Niederlanden geborene Eltern. Diese Situation, in der jeder zu einer Minderheit gehört, wird als Mehrheits-Minderheit-Kontext bezeichnet. Diese Situation wird in vielen Stadtteilen großer westeuropäischer Städte immer häufiger. Beispielsweise sind in 40 prozent der Amsterdammer Bezirke Menschen niederländischer Abstammung jetzt eine zahlenmäßige Minderheit.

Was hat das mit uns zu tun?

Rechtsaußen befeuert die Abgrenzung, das Loslösen vom „Anderen“. „Ausländer raus“? Dann fangt mal an zu definieren. Dass das überhaupt nicht möglich ist, dass die Welt-Wirklichkeit eine ganz andere ist, zeigt diese Studie deutlich auf. Weltweit, aber auch für unsere Situation in Deutschland.

In der Studie wird hierzu aufgezeigt:

Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit haben so viele Leute aus so verschiedenen Regionen der Erde so eng in großen und kleineren Städten zusammengelebt wie heute. Zugleich ist diese „Superdiversität“ schon fest etabliert, neu ankommende Menschen treffen auf die hier geborenen Kinder und Enkel der vor Jahrzehnten Eingewanderten.

All das verändert unsere Stadtviertel: Die bisherige Mehrheit „ohne Migrationsgeschichte“ hört auf, in der Mehrheit zu sein, sie wird zu einer Minderheit unter anderen Minderheiten. Für nicht Wenige ist dies eine Herausforderung. Wie also gehen Menschen „ohne Migrationshintergrund“ mit dieser Situation um? Fühlen sie sich auf einmal „fremd“ im eigenen Stadtteil oder begrüßen sie die zunehmende Vielfalt? In ihrer bahnbrechenden Untersuchung „Becoming a Minority“ kommen Maurice Crul und Frans Lelie zu verblüffenden Ergebnissen:

Egal, ob Menschen eine positive oder negative Meinung zu Migration und Diversität haben – sie nehmen längst Teil an gemeinsamen nachbarschaftlichen Praktiken, aus denen ersichtlich wird, wie man in einer superdiversen Umgebung gut zusammenleben kann.

Sandra

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