<< zurück | Post ID # 34107 | 18.04.2026

Seebüll (Nordfriesland): Erfolgreicher Protest gegen Verschwörungstheoretiker-Auftritt

Gegen einen geplanten Auftritt des Verschwörungstheoretikers Ken Jebsen in Seebüll (Nähe Niebüll) …

… wurde erfolgreich protestiert. Die Veranstaltung ist abgesagt!

Christina Christiansen schreibt auf Facebook dazu:

Die Veranstaltung wurde abgesagt. Der sehr laute Protest der gemeinsamen Initiative von Nordfriesland ist Bunt hat gewirkt.

Ich glaube, wir müssen das einmal ganz schlicht erklären, darum hier nochmal der vorherige Text bei Bekanntwerden der Veranstaltung:

Auf dem Gelände des Nolde Museum in Seebüll bei Neukirchen gibt es ein Restaurant. Dieses Restaurant wird von John Kasraei betrieben. Und dieses Restaurant wird nicht nur für den normalen Betrieb genutzt – dort können auch Veranstaltungen organisiert werden und genau das passiert gerade.

Und genau dort, soll am 20 & 21.04 eine Veranstaltung stattfinden mit Ken Jebsen.

Ken Jebsen ist nicht einfach irgendein Redner.

Er steht seit Jahren für Inhalte, die von Medien und Behörden als verschwörungsideologisch eingeordnet werden. Seine Plattform wurde beobachtet vom Verfassungsschutz und zum Teil als kritisch eingestuft, seine Aussagen vielfach kritisiert.

Das ist alles öffentlich bekannt und belegbar. Ken Jebsen ist ein rechter Verschwörungstheoretiker.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt, den viele gerade nicht auf dem Schirm haben:

Das ist kein zufälliger Besuch und keine spontane Begegnung.
Das ist eine geplante Veranstaltung.
Das heißt: Jemand hat angefragt.
Jemand hat zugestimmt.
Und jemand stellt dafür ganz bewusst Räume zur Verfügung.

Der Geschäftsführer des Restaurants sagt dazu, er wolle unpolitisch bleiben. Er überprüfe keine Gesinnung und er stelle seine Räume allen zur Verfügung, die sich respektvoll verhalten. Und das klingt erstmal nachvollziehbar.

Aber genau hier muss man einmal sauber unterscheiden: Es geht nicht darum, einzelne Gäste zu kontrollieren. Es geht darum, ob man organisierten Veranstaltungen eine Bühne gibt, denn Ken Jebsen ist nicht einfach irgendein Redner.

Das Nolde Museum ist kein beliebiger Ort.

Es wird getragen von der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde und ist ein zentraler Kulturort hier in der Region. Das ist ein Ort mit öffentlicher Wirkung. Ein Ort, der für Kultur steht. Ein Ort, der wahrgenommen wird. Und genau deshalb ist es nicht egal, was dort passiert.

Was hier gerade passiert, ist deshalb auch kein persönlicher Konflikt.

Viele haben davon bisher nichts mitbekommen, weil Ken Jebsen bis heute diesen Ort Geheim gehalten hat. Das ändert sich jetzt.

Wie oft wollen wir uns noch erzählen lassen, dass das alles neutral sei? Und vor allem: Wann fangen wir an, Verantwortung nicht mehr einfach weiterzureichen?

Nordfriesland – das passiert gerade hier. Nicht irgendwo im Internet oder in Berlin, sondern HIER. Und jetzt kann wirklich niemand mehr sagen, er hätte es nicht gewusst.

#Nordfriesland
#NichtNeutral
#HaltungZeigen
#DemokratieSchützen
#KeineBühneFürHass

 

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