<< zurück | Post ID # 34881 | 25.05.2026

# 23.5. Tag des Grundgesetzes – persönlicher Rückblick

Ein persönlicher Rückblick auf den Tag des Grundgesetzes

Es war ein wundervoller, hochsommerlicher Samstag zum Geburtstag des Grundgesetzes am 23.5. – wir werden noch zusammenfassen, was Ihr alles in den jeweiligen OMA Gruppen an bunten und informativen Ständen und Aktionen gemacht haben, großartig!

Und alle Aktionen haben überall etwas NOCH deutlicher gemacht:

Es ist wichtig, dass wir sichtbar sind. Es ist wichtig, dass den Menschen – auch wenn sie nicht stehenbleiben – deutlich gezeigt wird: „Hey, da passiert was am rechten Rand – und das wollen wir nicht!“ Wenn es niemand mehr macht, haben die Rechten freie Fahrt.

Allein das ist schon wichtig. Menschenverachtung und rechte Hetze nicht unwidersprochen stehen zu lassen und stattdessen die Demokatrie und das Grundgesetz zu feiern.

Aber:

Da stehst Du am Infostand, hast informative, bunte, einfache, leicht verständliche, tolle Worte als „Glückwunsch zum Grundgesetz!“ parat. Möchtest Menschen informieren, wachmachen, sensibilisieren. Zeigst den Menschen alles Gute, Wichtige, Schützenswerte vom Grundgesetz … und sie gehen stumpf weiter, abwinkend mit „Brauch ich nicht!“ 😳🙈

Grundgesetz … BRAUCHST DU NICHT? Und in WAS lebst Du die ganze Zeit?

Darum:

Wir müssen NOCH lauter werden. Denn die Rechten haben es geschafft, dass wir bei der Stufe „Übermüdung“ angekommen sind. Ja, „Stufe“ – denn es ist ein bewusster Teil rechter Strategien.

Was vor kurzem noch unsagbar war, wird nicht mal mehr diskutiert, sondern hingenommen, abgewunken und damit schließlich akzeptiert. Brandgefährlich. Diese Übermüdung ist ein gewollter Abschnitt im rechten System. Das „Nicht mehr widersprechen“, das „Nicht mehr drüber nachdenken“, das „Ach, ist doch alles zu schwierig“ räumt Hindernisse weg und macht den Weg noch freier für rechte Positionen, rechte Eliten und deren menschenverachtende Ideologien.

Noch schlimmer ist: Aus der Übermüdung heraus verstärkt sich ein „Ach, lass die mal machen …“ – da möchten wir am liebsten Bilder der KZs oder von Dresden 45 präsentieren. Denn DAS kam letztes Mal dabei raus.

Wir müssen noch deutlicher werden.

Zum nächsten Infostand werden wir in unserer Regionalgruppe Plakate machen mit Ursache – Wirkung. Also, eine Seite Ursache: Af* hat im Programm stehen, dass sie xyz wollen. Andere Seite – Wirkung: Das bedeutet dann für SIE konkret, dass …

Dazu werden wir alle uns bekannten Flyer und Quellen durchgehen, sowie die aktuelle CDU Broschüre „Abstieg für Deutschland“ und diese Seite:
https://das-ist-die-afd.de/

Außerdem:

Ein Schild „JA, wir SIND gegen RECHTS, weil …“ und dann knackige 5 oder 6 Aussagen. Keine Lust mehr, das immer wieder runterbeten zu müssen 😀

Und Ihr kennt sie bestimmt alle auch, diese Aussagen: „Aber wieso denn OMAS? Wenn Sie Menschen gegen Rechts oder Frauen gegen Rechts hießen … aber doch nicht OMAS … wie PEINLICH!“ 🥵

Leider widerspricht es sämtlichen Argumentationstechniken, dann zu antworten, dass das Problem offensichtlich nicht bei uns liegt. Und eigentlich möchten wir wie in dieser Fishermen’s Werbung sagen: „Sind wir Dir zu peinlich, bist Du zu braun.“

Aber ganz so „frech“ werden wir nicht verstanden, das ist nicht zielführend. Als Demoplakat ja, als Argument in der Diskussion nicht.

Wir werden also weitere Schilder anbringen, die den Begriff OMA und GEGEN RECHTS in wenigen Worten zusammenfassen.

All das werden wir dann natürlich hier mit Euch teilen – und wir nehmen gern auch Eure Ideen auf: kontakt@ogrbund.de

Wir müssen noch einfacher, direkter und konkreter werden.

Die Menschen „fühlen“ nicht mehr, dass da was ganz gewaltig schiefläuft. Die Rechten haben die Moral bereits ins Abseits geschoben. Sie wollen „Moral“ zum Schimpfwort machen. Aber Moral ist im politischen Sinne kein erhobener Zeigefinger, sondern einfach der Rahmen dessen, was in einer Gesellschaft als „Gut“ und „Böse“ verstanden wird.

Oder kurz: Unser Grundgesetz.

Und NOCH haben wir die Chance, die Möglichkeit und die demokratische Pflicht, alles in unserer Macht Stehende dagegen zu tun.

Darum bleiben wir LAUT.

Sandra

OMAS GEGEN RECHTS Bundesweit
kontakt@omasgegenrechts-nord.de
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