# Frauen in der Politik – mehr als nur Quoten!
Wir berichteten > hier ja bereits von der Initiative „Wählt Frauen!„, die sich für mehr Frauen in der Politik einsetzt.
Hierzu passend dürfen wir mit Euch eine umfangreiche Quellen- und Infosammlung aus einem Newsletter von Biba & Tini teilen (Danke für die Genehmigung!). Wer deren kostenlosen Newsletter ebenfalls abonnieren möchtet, schreibt einfach an: bibatini@proton.me
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Frauen in der Politik
Mit nur 13,5 Prozent Bürgermeisterinnen und 11,7 Prozent Oberbürgermeisterinnen bundesweit liegt fast 90 Prozent der kommunalen Regierungsverantwortung bei Männern (Helene Weber Kolleg 2024).
[Quelle & Statistik: https://frauen-vielfalt-politik.de/wissen/daten-und-fakten/]
Wieso ist das so?
🗨️ Strukturelle Benachteiligungen und veraltete Rollenbilder.
🗨️ Seltenere Nominierungen, da weiterhin Netzwerke und Machtstrukturen männlich geprägt sind. Frauen fehlt oftmals Zeit und Geld, um Netzwerke zu knüpfen und zu pflegen oder an zeitintensiven Gremiensitzungen teilzunehmen und ihren eigenen Wahlkampf zu finanzieren.
➡️ Denn es sind immer noch Frauen, die neben familiären und beruflichen Verpflichtungen den höchsten Anteil unbezahlter Sorgearbeit übernehmen und die wegen ihrer oft schlechteren Stellung auf dem Arbeitsmarkt weniger verdienen als Männer.
🗨️ Frauen wird weniger zugetraut; sie werden auf familienpolitische Themen reduziert, ihren Redebeiträgen wird weniger Bedeutung beigemessen oder sie sind sexistischen Sprüchen ausgesetzt.
Was sind die Folgen?
Eine Gefährdung unserer Demokratie, denn:
🙅 Frauen beteiligen sich aufgrund von Anfeindungen seltener und weniger offen am öffentlichen Diskurs und/oder in den digitalen Medien – vielfältige Stimmen und Perspektiven werden so noch weniger sichtbar.
🙅 Da Frauen sowieso schon unterrepräsentiert sind, ist das eine Gefahr für die Demokratie.
[Quelle: https://frauen-vielfalt-politik.de/]
🙅 Digitale Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist kein Randphänomen, sondern eine strukturelle Form geschlechtsspezifischer Gewalt. Die Folgen sind schwerwiegend – für die Betroffenen und die Gesellschaft. Mädchen verlassen die Schule, weil sie im Klassenchat systematisch gedemütigt werden. Anwältinnen ziehen sich aus sozialen Netzwerken zurück, nachdem sie dort diffamiert wurden. Politikerinnen geben ihr Amt auf, weil Drohungen ihren Alltag bestimmen.
[Quelle: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/im-fokus/digitale-gewalt-gegen-frauen-gefaehrdet-die-demokratie]
WÄHLT FRAUEN steht für mehr als reine Repräsentation
- für Demokratie
- für Menschenrechte
- für eine offene, vielfältige Gesellschaft.
Deshalb ist für uns auch klar: Nicht jede Kandidatur ist automatisch unterstützenswert. Positionen, die Ausgrenzung fördern oder demokratische Grundwerte infrage stellen – wie sie etwa von der Af* vertreten werden – stehen im Widerspruch zu dem, wofür diese Kampagne steht. [vgl. > waehltfrauen.de/werte]
Situation
Untersuchungen zeigen, dass rund jede zweite Politikerin überlegt, aus Angst vor Hass im Netz gar nicht erst ein Amt zu übernehmen.
[Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/digitale-gewalt-gegen-politikerinnen-100.html und Studie: https://hateaid.org/wp-content/uploads/2025/01/hateaid-tum-studie-angegriffen-und-alleingelassen-2025.pdf]
Aktuelle Verteilung in der Schweriner Stadtvertretung:
DIE LINKE: 2 Frauen, 2 Männer
SPD: 5 Frauen, 4 Männer
Bündnis 90/ Die Grünen/Die Partei: 1 Frau, 4 Männer
CDU: 2 Frauen, 8 Männer
Unabhängige Bürger/ FDP: 2 Frauen, 3 Männer
AF*: 4 Frauen, 9 Männer
(Anm. OGR Redaktion: Die Zahlen für Eure eigenen Regionen könnt Ihr über Eure jeweiligen Städteportale / Rathauswebseiten herausfinden oder bei Eurer Bürger:innen-Information fragt)
Frauen an der Macht verändern die Gesellschaft!
[Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/frauen-gesellschaft-politik-rollenbilder-wandel-100.html]
🧡 Eine Politik, die Frauen mehr Rechte und Macht gibt, stärkt die Wirtschaft. Sie wirkt sich positiv auf das Bruttosozialprodukt eines Landes aus.
🧡 Mehr Gesetze zu Gesundheitsthemen, Früherziehung von Kindern und Reformen beim Erbrecht mit Vorteilen für Frauen.
🧡 Frauen führen demnach im Schnitt kooperativer und fördern tendenziell etwas flachere Hierarchien. Zudem ist ihnen Diversität im Durchschnitt etwas wichtiger und sie gelten als „risikoaverser“, wägen Risiken also stärker ab.
🧡 Sie stärken zudem die Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Gemischte, moderne Führungsteams sorgten für bessere Unternehmensresultate.
🧡 Studien belegen, dass Friedensabkommen, die unter aktiver Mitwirkung von Frauen zustande kommen, langfristig stabiler und wirksamer sind. Zudem profitieren Gesellschaften mit höherer Geschlechtergleichstellung von besserer Gesundheit, stärkerem wirtschaftlichem Wachstum und größerer Sicherheit.
[Quelle: https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20250227STO27080/frauen-in-der-friedenskonsolidierung-warum-ihre-rolle-gestarkt-werden-muss und Studie https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2019/608869/IPOL_STU(2019)608869_EN.pdf]
➡️ Ein kurzer, allgemeiner Überblick der Parteien in Bezug auf das Thema Geschlechtergerechtigkeit:
https://www.geschlechtersensible-paedagogik.de/magazin/bundestagswahl-2025-was-sagen-die-parteien-zu-geschlechterthemen/
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Nochmals vielen Dank für die Zusammenstellung an Biba & Tini!
Sandra
OMAS GEGEN RECHTS Nord & Bund
kontakt@omasgegenrechts-nord.de





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