<< zurück | Post ID # 34295 | 27.04.2026

Buxtehude: Rückblick Internationale Wochen gegen Rassismus 2026

Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 – ein Rückblick aus  Buxtehude

Manchmal beginnen Dinge ganz leise – mit einer Idee, einem Gedanken,  einem Wunsch:

Wir wollen ins Gespräch kommen.

So sind wir OMAS GEGEN RECHTS Buxtehude in die Internationalen Wochen  gegen Rassismus 2026 gestartet. Nicht mit dem Anspruch, große Worte zu  machen, sondern mit dem Wunsch, Menschen zu erreichen. Direkt.  Persönlich. Auf Augenhöhe. Und ohne einen abschreckenden Infostand.

Und was daraus entstanden ist, hat uns selbst überrascht. Wir sind neue Wege gegangen und haben festgestellt, dass es sich gelohnt hat.

Mit unseren Aktionen an einem Samstagvormittag in der Innenstadt – ob  Bodenzeitungen oder kleine, unerwartete Impulse im Alltag – ging es uns  darum, Menschen einen Moment innehalten zu lassen. Kurz stehen bleiben,  hinschauen, nachdenken. Und vielleicht miteinander ins Gespräch kommen. Genau diese Begegnungen haben stattgefunden. Ungeplant, ehrlich,  manchmal leise, manchmal lebhaft. Aber immer wertvoll.

Wie viel Kraft in gemeinschaftlichem Handeln steckt, hat sich besonders  bei unserer Mitmachaktion „Ein buntes Band für Menschlichkeit“ gezeigt. Was wir uns erhofft hatten, wurde weit übertroffen: Mehr als 3.000 gestrickte und gehäkelte Quadrate wurden abgegeben. Hinter jedem einzelnen steckt Zeit, Geduld und ein persönliches Zeichen  für Zusammenhalt. Als wir diese Quadrate am 21. März gemeinsam am Fleth verbunden haben, wurde aus vielen kleinen Teilen ein beeindruckendes Ganzes. Ein Band, das nicht nur sichtbar war, sondern spürbar. Ein Moment, der berührt hat – und der uns ehrlich überwältigt hat.

Diese Mischung aus Begegnung und Auseinandersetzung zog sich durch alle Veranstaltungen.

Die Gespräche mit Philip Schlaffer – in der IGS Buxtehude und am öffentlichen Abend – haben dabei einen besonders tiefen Eindruck hinterlassen. Seine Einblicke in Radikalisierung und Ausstieg waren direkt, klar und manchmal schwer auszuhalten. Und gerade deshalb so wichtig. Denn sie haben gezeigt, dass hinter Schlagworten wie „Rechtsextremismus“ immer persönliche Geschichten stehen – und dass Prävention dort beginnt,  wo wir hinschauen und zuhören.

Auch die Filmabende haben genau solche Räume geschaffen. Ob im City Kino oder im Kulturforum am Hafen – die Filme haben nicht nur Geschichten erzählt, sondern Fragen gestellt. Über unser Zusammenleben, über Vorurteile, über Mut und Menschlichkeit.

Wenn wir auf diese Wochen zurückblicken, dann sind es nicht einzelne  Veranstaltungen, die bleiben. Es ist das Gefühl, dass etwas in Bewegung  gekommen ist. Dass Menschen bereit sind, sich einzulassen. Dass sie zuhören. Und dass aus vielen kleinen Momenten etwas Größeres entstehen kann.

Wir sind dankbar.

Für die Offenheit. Für die Unterstützung. Für jede einzelne Person, die stehen geblieben ist – im Alltag und im Denken.

Diese Wochen haben uns gezeigt: Menschlichkeit beginnt nicht im Großen. Sie beginnt genau hier. In Buxtehude. Im Miteinander.

Und genau dort machen wir weiter.

OMAS GEGEN RECHTS Buxtehude
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