<< zurück | Post ID # 39642 | 30.07.2026

# CSD Attentat Berlin: Reaktionen aus der Community

Überall werden derzeit Bilder von Mahnwachen, Solidaritäts-Statements und Kommentare zum Attentat auf den Berliner CSD veröffentlicht. Und am Wochenende (1.8.26) steht mit dem “Hamburg Pride” der nächste große CSD in Hamburg an (Statement von Wiebke von den OMAS Hamburg-Ottensen dazu > hier).

Warum uns das alles so wichtig ist und gerade so viel “Raum” hier einnimmt? Weil es uns alle betrifft – und vor allem auch das, wofür wir OMAS stehen: Eine vielfältige Gesellschaft, eine genaue Betrachtung der Dinge, keine “Pauschalismen”. Weil rechte Kräfte die Vorgänge für sich instrumentalisieren. Weil es uns alle betrifft – als Menschen, als Gesellschaft, auch mit Blick auf die anstehenden Wahlen. Und weil wir solidarisch sind.

Was wir noch mit Euch teilen möchten, weil es uns sehr bewegt, sind die Rückmeldungen, die wir vor allem von sehr jungen Menschen aus der queeren Community erhalten sowie von einigen, die direkt in Berlin vor Ort waren.

Neben all dem schlimmen und traumatisierenden (Hilfe-Artikel von Anja dazu > hier) Ereignissen betonten sie vor allem:

a) Kein Hass

Der einheltiche “Tenor”: Unseren Hass bekommt Ihr nicht. Liebe ist die Lösung. Was Hass mit Menschen macht, wissen alle aus der queeren Commnunity persönlich nur zu gut.

b) Nächstenliebe statt Menschenjagd

Es wird – weit mehr als wir es selbst konnten – mit großer Umsicht die Situation und der (soweit bekannte) “Werdegang” des Attentäters beurteilt. Ja BE-urteilt, nicht VER-urteilt. Es soll nichts “schönreden”, aber es wird deutlich gesagt, dass letztendlich auch er ein Opfer seiner Umstände ist, ein Opfer des Hasses und eines Systems, das Menschen zur Radikalisierung bringt oder nicht schon vorher genug “hinschaut”. Das fanden wir ein starkes Statement – weil es eine Umsicht und Nächstenliebe zeigt, zu der wir im ersten Moment selbst kaum fähig waren. Beachtlich.

c) Kein Religions-“Bashing”

Nicht eine bestimmte Religion ist hier “schuldig”, sondern es sind immer Menschen, die andere Menschen instrumentalisieren oder einen bestimmten Glauben durch menschenfeindliche Auslegung zur Waffe machen. Und das ist – in egal welcher Religion – niemals gut. Dazu hat Nora auch > hier eine Kolumne geschrieben.

d) Keine Massenpanik

Es wird nach wie vor SEHR gelobt, wie sich die Orga und auch die Besucher:innen des CSD Berlin verhalten haben, als der CSD beendet und die Veranstaltung(en) aufgelöst wurden. Falls beabsichtigt war, auch noch eine Massenpanik auszulösen, dann wurde wenigstens dieses Ziel nicht erreicht. Alles konnte geordnet beendet werden. Auch das gilt es zu erwähnen – Danke an die, die uns das von “vor Ort” mitgeteilt haben und Respekt an allen beteiligten Menschen und die Orga-Teams.

Wir finden: Das geht viel weiter und ist viel umsichtiger, als wir selbst es sehen konnten. DANKE.

Sandra

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