Tipps: Vielfalt
Als OMAS GEGEN RECHTS positionieren wir uns klar FÜR Vielfalt und eine bunte Gesellschaft. Das betrifft sowohl Migrationsthemen als auch Inklusion und Queer-Freundlichkeit.
Allerdings kennen wir auch die Probleme: Wie finden wir zueinander? Wie sind die korrekten Anreden? Es gibt viele Unsicherheiten, die sich ganz einfach lösen lassen – am besten gemeinsam, Im Dialog und mit Hintergrundwissen.
Hier einige hilfreiche Tipps und Links – im Moment noch sehr zentriert auf das Thema “Migration”, an mehr wird gearbeitet!
Zahlen, Daten, Fakten
Mediendienst Integration (Infos rund um Migration)
www.mediendienst-integration.de
Expert:innen und Netzwerke
Der „Vielfaltfinder“ ist eine kostenfreie Expert*innen-Datenbank für Medienschaffende, mit diversen Fachleuten für viele Themen
https://vielfaltfinder.neuedeutsche.org/de
ndo -neue deutsche organisationen, das postmigrantische Netzwerk
https://www.neue-deutsche-organisationen.de/
Bericht dazu: https://www.journal-pb.de/blog/politische-bildung-postmigrantisch
„Speakerinnen“ bietet Referentinnen, Rednerinnen und Moderatorinnen
https://speakerinnen.org/de
Tipps zur Sprache
“Sprachgewohnheiten” hinterfragen und die wirkliche Bedeutung aufzeigen
• „Remigration“ = Zwangsdeportationen
• „Rückführungsverbesserungsgesetz“ = viel mehr Abschiebungen, längerer Haft, Durchsuchungen, unangekündigte Abschiebungen
• „Migrationswende“ = Zurückweisung von Asylsuchenden an deutschen Grenzen, d.h. Verletzung von EUAbkommen, Völkerrecht und Artikel 14 der Allgemeinen Menschenrechte
• “Tradition“ und “Das sagt man doch so!” zählen nicht, denn Sprache ist wandelbar (Beispiel: Fräulein / Frau)
Besser machen:
• Erste Regel: Selbstbezeichnungen benutzen – Menschen wissen selbst am besten, wie sie heißen oder genannt werden möchten (oder Interessensvertretungen fragen.)
• Menschen nicht an (mutmaßliche) Nationalität binden, wenn es nicht nötig ist: statt Migrant, Türke, Kurde besser SPD-Wähler? Dachdecker? Hobbykoch?
• Keine negativ besetzten Begriffe benutzen: Zwerg, Asylantin, Geisteskranke …
• Korrekt und präzise beschreiben (Farbige Schwarze)
• Keine Begriffe aus NS- oder Kolonialzeit: Asoziale, Schwarzafrika …
• Keine Beschönigungen (Beispiel: Femizide und Morde sind, was sie sind, und nicht einfach “Familiendramen”)
• Vorsicht bei rechtsradikalen Codes: z.B. „Islamkritiker“
Glossar der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM):
https://glossar.neuemedienmacher.de/glossar/
Bildsprache:
• Keine Bilder, die Klischees reproduzieren und Stereotype verstärken.
• Gesellschaftliche Vielfalt repräsentieren.
• Mehrfachzugehörigkeiten zeigen
• Diversitätsmerkmale müssen nicht immer gezeigt werden
Bildsprache-Guide der Neuen deutschen Medienmacher*innen:
https://neuemedienmacher.de/bildberichterstattung/
Eigene vs. vielfältige Perspektive:
• Hinterfrage ich den “allgemeinen Sprachgebrauch” und den vorherrschenden Diskurs?
• Was ist meine persönliche Einstellung zum Thema?
• Bilde ich vielfältige Perspektiven auf mein Thema ab?
• Kommen im Text bzw. Konzept bzw. Projekt auch Betroffene zu Wort?
• Nach welchen Kriterien wähle ich meine Gesprächspartner*innen oder Expert*innen etc. aus?
• Bilde ich vielfältige Menschen und Meinungen ab?
• Wer kommt womit, wie oft, wie lang und wann zu Wort?
Wenn Ihr Tipps habt, die Ihr hier mit anderen teilen möchtet, schickt Sie uns gern!
OMAS GEGEN RECHTS Bundesweit
kontakt@ogrbund.de





